Sopron, wo antike Geheimnisse unter den Weinkellern verborgen sind – Entdecken Sie das spannendste unterirdische Abenteuer Ungarns!
Der Name Sopron ist eng mit der ungarischen Geschichte und dem Weintourismus verbunden, doch nur wenige wissen, dass die wahren Schätze der Stadt in den unterirdischen, jahrhundertealten Weinkellern und römischen Tunneltrakten verborgen liegen. Hier, im Herzen des Soproner Weinbergs, können wir nicht nur exzellenten Kékfrankos probieren, sondern auch eine Zeitreise durch die Ruinen des antiken Scarbantia unternehmen, um die verwobene Vergangenheit der Poncichter-Kultur und des lokalen Weinbaus zu entdecken. Ob historische Spaziergänge, abenteuerliche unterirdische Erkundungen oder unvergessliche Weinverkostungen – die Labyrinthe unter Sopron bieten einzigartiges Erlebnis für jede Generation. In diesem Leitfaden nehmen wir Sie mit auf die Spur der legendären Soproner Weinkellereien, stellen die verborgenen Tunnel vor und geben nützliche Tipps für zukünftige Besucher – sei es für Familien, Paare, Freundesgruppen oder passionierte Weinliebhaber auf Wissensdurst.
Ruinen von Scarbantia und die Anfänge des römischen Weingutes
Die heutige Stadt Sopron basiert auf dem Erbe der antiken römischen Siedlung Scarbantia, die entlang der Bernsteinstraße (Via Amber) als blühendes Handels- und Militärzentrum am Rand des westpannonischen Gebietes diente. Während der römischen Ära verbanden Straßen die Welterbe-Status tragenden Orte, darunter auch Scarbantia, das eine bedeutende Rolle im Handel und in der lokalen Weinproduktion spielte.
Vor über zweitausend Jahren entdeckten die Römer, dass die lössbedeckten Hügel von Sopron sowie die kristallinen Gesteine in der Umgebung optimale Voraussetzungen für den Weinanbau bieten. In der Folge wurde unter der Stadt ein imposantes unterirdisches Labyrinth angelegt, das aus gewölbten Kellergängen, großen Lagerkammern und geheimen Tunneln besteht – heute können diese mit fachkundiger Führung erkundet werden und sind ein lebendiges Zeugnis des römischen Erbes von Scarbantia.
Besonders bemerkenswert ist der Keller unter dem Caesar-Haus, in dem römische, mittelalterliche und moderne Bauwerkelemente zu finden sind. Archäologische Forschungen haben gezeigt, dass zahlreiche Keller, wie die unterirdischen Gänge unter dem Petőfi Platz oder die Reste römischer Bäder auf dem Orsolya Platz, auf römischen Fundamenten errichtet wurden. Diese römischen Weinkeller stellen ein einzigartiges architektonisches Erbe Doprons dar, das an mehreren Ausgrabungsstellen im Archäologischen Park von Scarbantia bewundert werden kann.
Unter der Erde dienten die Keller nicht nur der Lagerung, sondern boten auch Schutz und Fluchtwege während Völkerwanderungs- und mittelalterlicher Angriffe. Neben dem Caesar-Haus ist der Flandorfer Keller eine versteckte Perle der Stadt, in der authentische Weinkultur und moderne Önologie aufeinandertreffen.
Oft wurden die römischen Keller durch mittelalterliche und sogar neuzeitliche Erweiterungen ergänzt, was den Orten zusätzlichen Reiz verleiht. Beim Erlebnis dieser historischen Schichten kann der Besucher hautnah erleben, wie Vergangenheit und Gegenwart am Bernsteinweg aufeinandertreffen.

Das Poncichter-Erbe – Soproner Weinkellereien und die Stadtweinkultur
Die Geheimnisse der Soproner Weinkeller sind untrennbar mit der Welt der Poncichter verbunden. Diese deutschsprachigen Weinbauern bestimmten seit dem Mittelalter maßgeblich die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung der Stadt. Ihr Name leitet sich vom Begriff „Bohnenzüchter“ ab, was auf den Anbau von Hülsenfrüchten zwischen den Reben hinweist. Das wichtigste Erbe dieser Gemeinschaft ist jedoch die Tradition des Weinbaus und der Kellerbauten.
Im Poncichter-Viertel erstreckt sich ein Netzwerk jahrhundertealter, mit steinernen Bögen versehener Keller unter den Wohnhäusern: Gotisch- und Barockstil prägen die Gewölbe mit kunstvollen Pfeilern, in denen einst Wein gelagert und verarbeitet wurde. Diese Keller hatten nicht nur wirtschaftliche, sondern auch strategische Bedeutung; die Weinkeller Soprons waren während der Türkenbelagerungen und der kuruc-labán-Kriege Schutzräume, da die unterirdischen Tunnel Fluchtwege boten.
Eine der bekanntesten Traditionen der Poncichter-Kultur ist der Buschenschank, bei dem hausgemachter Wein verkostet wird. Das sichtbare Zeichen dafür ist ein Fichtenzweig an der Kelleröffnung, der signalisiert, dass hier frisch abgefüllter Wein aus dem eigenen Besitz ausgeschenkt wird. Die an bunten Bändern hängenden Weinsymbole zeigen die jeweiligen Sorten, etwa Rot- oder Weißwein, und haben sich im Laufe der Jahrhunderte zu einem beliebten gastronomischen Erlebnis entwickelt.
Ein Spaziergang durch das Poncichter-Viertel führt nahe an alte Straßen und Weinkellereien wie die Kossuth Lajos utca, die Rákóczi utca mit ihren Katakomben oder den römischen Weinschätzen im Bereich des Pálos-Klosters. Hier kann man die Vergangenheit und Gegenwart des Weinanbaus in Sopron miteinander erleben, beispielsweise in der caesar-ház, dem Flandorfer Keller oder dem legendären Gyógygödör-Biergarten, die die Wein- und Borkultur lebendig halten.

Unterirdische Labyrinthe und abenteuerliche Touren in Sopron
Unter der Altstadt von Sopron verbergen sich zahlreiche Legenden und ein weit verzweigtes Tunnelsystem, das im Laufe der Jahrhunderte eine wichtige Rolle bei der Stadtverteidigung, bei der Weinlagerung und als Fluchtwege spielte. Das unterirdische Labyrinth ist eine der geheimnisvollsten Attraktionen: Das Netzwerk aus Kellern, Kasematten und geheimen Korridoren lockt heute Abenteurer und Entdecker gleichermaßen in den Bann.
Der Ausbau datiert auf die römische Zeit, wurde im Mittelalter sowie während der Türkenherrschaft erweitert und vergrößert. Die Keller boten Schutz vor den Türken und später während der kuruc-labán-Kriege. Der Eingang zu einigen Kellern ist unter Wohnhäusern, Lokalen oder Weinstuben verborgen – im tiefen Untergrund warten geheime Durchgänge, Gänge, alte Bögen und eine mystische Atmosphäre auf die Besucher.
Während die meisten unterirdischen Anlagen heute noch verschlossen sind, können einige auf organisierten Touren besichtigt werden: etwa die Keller im Caesar-Haus, die mehrhundertjährigen Gänge im Poncichter-Viertel oder die Pálos-Klosterkeller in Sopronbánfalva sowie die Keller am Petőfi Platz. Diese Routen, begleitet von erfahrenen Guides, ermöglichen einen faszinierenden Einblick in die unterirdische Welt Soprons – von römischen Geheimnissen bis zu mittelalterlichen Fluchtkorridoren.
Gegenwärtig gehört das Erkunden des unterirdischen Labyrinths zu den beliebtesten städtischen Abenteuern in Sopron und ist eine Anlaufstelle für alle, die die historische Vielfalt des Burgenlandes entdecken möchten. Für eine außergewöhnliche Erfahrung lohnt sich eine Führung durch die dunklen, mit Anekdoten gespickten Gänge, bei der man erfährt, wie die Weinbauern ihre Kellereien gegen türkische Angriffe schützten, welche Fluchtgänge im Mittelalter angelegt wurden und wie sich die Funktionen der Keller im Laufe der Zeit gewandelt haben.
Auch für Kinder ist das „Weinbergssuchspiel“ im Rahmen der Stadtführungen ein Erlebnis, bei dem jeder Knick und jede Kreuzung neue Geheimnisse birgt. Geschichten über Gespenster, verschwundene Schätze oder Fledermäuse in den Kellern regen die Fantasie an – so sind die underground Abenteuertouren in Sopron für alle Generationen besonders spannend.

Soproner Weinregion und die Geschichte des Kékfrankos
Die Soproner Weinregion ist eine der ältesten und bekanntesten Weinbauregionen Europas: Ihre Nähe zur Bernsteinstraße ermöglichte bereits in der Antike den Handel mit Wein, insbesondere im großen Weinhafen von Sopron. In der Stadt Scarbantia war die Lagerung und Konservierung von Wein so ausgeprägt, dass die städtischen Keller strategisch für Notfälle genutzt wurden.
Seit dem Mittelalter haben die Poncichter-Familien das Netz der Kellereien kontinuierlich erweitert und modernisiert, während Winzer, Händler und die deutschsprachige Bevölkerung eng zusammenarbeiteten. Die Geschichte des soproner Weins ist somit eng mit der Erhaltung der Poncichter-Kultur, der städtischen Weinkeller und der Buschenschank-Tradition verbunden.
Ende des 19. Jahrhunderts wurde in Sopron die heute weltberühmte Rebsorte Kékfrankos (auf Deutsch: Blaufränkisch) fest etabliert. Legenden verbinden den Namen mit Napoléon, der angeblich für die Qualität dieser Rotweine in blauer Franke bezahlte, doch die ersten offiziellen Aufzeichnungen über die Verbreitung der Sorte stammen aus den frühen 1900er Jahren. Unter dem Namen „Blaufränkisch“ bekannt, weist dieser Wein in Sopron eine einzigartige Charakteristik auf, die durch die speziellen Bodenverhältnisse geprägt ist.
Das Besondere des Kékfrankos in der Region liegt in den mineralstoffreichen kristallinen Palaboden sowie den kalkhaltigen Lössböden. In den kühleren, nordwestlichen Tälern dominiert die fruchtige Säure, während die sonnenverwöhnten Hänge kraftvolle Strukturen und würzige Noten entwickeln. Der Wein ist eines der exportstärksten Produkte Soprons, das insbesondere in den Kellerregionen, etwa im Poncichter-Viertel oder unter dem Caesar-Haus, authentisch verkostet werden kann.
Die heutige moderne Weinproduktion beachtet jedoch auch die mehr als tausend Jahre alte Tradition. Weinveranstaltungen, Verkostungstouren und die bekannte Buschenschank-Kultur ziehen jährlich Zehntausende Weinliebhaber nach Sopron und in die umliegenden Weinberge. Aktuelle Entwicklungen, wie der archäologische Park Scarbantia oder hallen für regionalhistorische Programme, helfen, die Bedeutung der mittelalterlichen Keller und der echten Weinkultur von Sopron noch tiefer zu verstehen.

Unterkunftsempfehlungen in Sopron
Wer während seines Besuchs in Sopron eine wirklich unvergessliche Erfahrung machen möchte, sollte auf Komfort und zentrale, gut erreichbare Unterkünfte setzen. Das historische Stadtzentrum und die näheren Umgebung bieten zahlreiche Optionen für Wein- und unterirdische Erlebnisse.
Besonders empfehlenswert ist das Hotel Szieszta, das als eines der größten und beliebtesten Hotels in Sopron für erholsamen Aufenthalt in jeder Jahreszeit sorgt. Es liegt nur wenige Minuten vom Stadtzentrum entfernt, in einer schönen Tannenwaldregion, und bietet eine ruhige Umgebung sowie einen optimalen Ausgangspunkt für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, einschließlich der Weinkeller und unterirdischen Labyrinthe.
Das Hotel Szieszta überzeugt durch komfortable, klimatisierte Zimmer, einen eigenen Wellnessbereich (Schwimmbad, Sauna, Massage), ein ausgezeichnetes Restaurant und familienfreundliche Dienstleistungen. Es ist die perfekte Basis für Paare, Familien oder größere Gruppen, die auch an organisierten Touren in die Umgebung, zu den Burgen, den historischen Kelleranlagen sowie dem Weingarten Sopron interessiert sind.
Obwohl es auch andere charmante Übernachtungsmöglichkeiten in Sopron gibt, wie das Pannonia Hotel, das stilvolle Wollner Hotel oder das moderne Fagus Hotel Conference & Spa, richtet sich das Angebot häufig an Geschäftsreisende, Veranstaltungsbesucher oder Gäste, die exklusive Erlebnisse suchen. Diese Unterkünfte befinden sich ebenfalls im Stadtzentrum und bieten ein historisches Ambiente, doch in Bezug auf Preis-Leistung, Familienservice und Naturnähe bietet das Hotel Szieszta für die meisten Touristen ein besonders attraktives Erlebnis.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Touren ermöglichen den Besuch der unterirdischen Weinkeller und Labyrinthe in Sopron?
Die unterirdischen Weinkeller in Sopron sind im Rahmen organisierter Führungen zugänglich, insbesondere im Stadtzentrum (Caesar-Haus Keller, Poncichter-Viertel Keller) und im Archäologischen Park Scarbantia. Eine vorherige Anmeldung wird empfohlen, vor allem an Wochenenden und Feiertagen. Die Touren sind in ungarischer und englischer Sprache verfügbar und dauern in der Regel 1 bis 1,5 Stunden.
Welche Weine sind bei den Soproner Weintouren zu empfehlen?
Das bekannteste Weingebiet in Sopron ist der Kékfrankos, der mit intensiver Fruchtigkeit, würzigen Noten und langem Abgang überzeugt. Auch der lokale Zweigelt, Cabernet Sauvignon sowie weiße Weine wie Zöld Veltelini oder Tramini bieten charaktervolle Geschmackserlebnisse, geprägt durch die Boden- und Mikroklimaverhältnisse der Region.
Was bedeutet der Begriff „Poncichter“, und wo befindet sich das Poncichter-Viertel?
Der Begriff „Poncichter“ stammt vom deutschen Wort „Bohnenzüchter“ und bezieht sich auf die deutschsprachigen Weinbauern Soprons, die seit dem Mittelalter das Stadtbild prägten. Das Poncichter-Viertel liegt im westlichen Stadtzentrum, hauptsächlich um die Kossuth Lajos utca, Rákóczi utca und das Umfeld des Tempelplatzes, wo die traditionellen Keller und Wohnhäuser noch erhalten sind.
Wie kann man die Buschenschank-Tradition vor Ort erleben?
Die Buschenschank ist eine besondere Tradition, bei der regionale Weinbauern ihren Hauswein mit Hilfe von Fichtenzweigen und bunten Bändern an den Kelleröffnungen präsentieren. In Sopron kann man dieses authentische, familiäre Verkostungserlebnis z. B. im Gyógygödör-Biergarten oder in mehreren Poncichter-Kellern genießen, häufig begleitet von regionalen Speisen.
Sind die unterirdischen Touren in Sopron sicher für Kinder und ältere Menschen?
Ja, die zugänglichen Keller und Tunnel sind vollständig sicher, gut beleuchtet und gepflegt. Bei geführten Touren sorgen erfahrene Guides für die Sicherheit der Besucher, und die Strecken erfordern keine besondere körperliche Belastung. Daher können Kinder, Familien und Senioren ohne Bedenken teilnehmen.
Lassen Sie sich vom unterirdischen Universum Soprons verzaubern: Erkunden Sie historische Weinkeller, durchqueren Sie mystische Labyrinthe und verkosten Sie den echten Kékfrankos nach Poncichter-Tradition! Planen Sie Ihre Reise noch heute, sei es für ein Wochenendabenteuer oder eine längere Erholung – Sopron fordert Wein- und Geschichtsliebhaber herzlich heraus. Treffen wir uns in der Tiefe – und am Glas!
